Die Kraft der Meditation und die Rolle des Wassers

Bernd Kolb war Internetpionier und Deutschlands „Entrepreneur des Jahres“. Nach einem Film von Al Gore stieg er von einem Tag auf den anderen aus, zog nach Marokko, gründete mit Vordenkern und Pionieren den „Club of Marrakesh“ und suchte den Weg zu sich selbst. Jeder kann das, sagt er, Meditation ist der Schlüssel dazu.

Er war das, was man einen erfolgreichen Unternehmer nennt: Als Internetpionier brachte er sein Unternehmen an die Börse, leitete als Vorstand für Innovation die Zukunftsausrichtung der Deutschen Telekom und änderte nach dem Film von Al Gore sein gesamtes Leben. Drei Jahre lang reiste Bernd Kolb durch Asien, traf Schamanen und Heiler, fotografierte sie mit seiner Kamera und nahm an ihren Zeremonien teil. „Räume der Erfahrung“ nennt Bernd Kolb seine Ausstellungen „Atman“ und „Brahman“. Er lädt mit seinen Bildern dazu ein, seinem wahren Selbst zu begegnen – ein tiefes emotionales Erlebnis im physischen Raum.

 

Bernd Kolb

 

Spuren folgen

Heute hat Bernd Kolb nichts mehr mit dem einst gefeierten Vorstand für Innovation der Deutschen Telekom zu tun, einem Milliardenunternehmen, das er von sich aus am Höhepunkt seiner Karriere verließ, um nach dem Sinn seines Lebens zu suchen. Bernd Kolb, 56, umgibt eine mystische Aura, wenn man ihm gegenüber sitzt. Alle Höhen hat er hinter sich, die ein Unternehmer durchleben kann. Doch auf alles, was sein früheres Leben ausmachte, verzichtete er, nachdem er Al Gores Film „Die unbequeme Wahrheit“ sah: „Da wusste ich: Es gibt überhaupt kein spannenderes Thema mehr, als diese Welt in eine neue Zukunft zu führen, die Probleme wie den Klimawandel bewältigt.“ Was fehlt, ist Weisheit. Bernd Kolb kündigte am Höhepunkt seiner Karriere, reiste von einem Nachhaltigkeitskongress zum anderen, gründete den „Club of Marrakesh“ als Think- und Do-Tank. Kolb machte sich von Indonesien aus auf die Suche zu sich selbst — eine Reise, die drei Jahre dauern sollte: „In dieser Zeit versuchte ich, die Quintessenzen, das wirklich Wesentliche, herauszufinden und zu lernen.“ Er startete auf Bali und war fasziniert von „dieser magischen Energie, die auf der Insel herrscht.“ Dschungel, Lavalandschaft, unbekanntes Tierreich und alles umgeben von Wasser. Für Kolb eine optimale Umgebung: „Die Kombination mit Wasser bringt ungeahnte Kräfte hervor. Sie ist eine Inspirationsquelle, gleichzeitig aber auch in Bewegung. Wasser fließt in einer Stetigkeit, kommt es in Turbulenzen, gibt es danach auch wieder Ruhephasen – genauso lässt sich das Wesen des Menschen erklären.“ Dort auf Bali beschäftigte sich Kolb erstmals mit spirituellen Praktiken, mit Heilern und Schamanen, die mit uralten mündlich überlieferten Formeln praktizieren und teilweise erstaunliche Dinge können. „Sie haben mich dann nach vielen Monaten hinter den Vorhang schauen lassen, der sonst Fremden verschlossen bleibt.“ Die Reise zog sich danach weiter an andere heilige Stätten und mystische Orte. „Ich bin ab einem gewissen Zeitpunkt, nach völliger Aufgabe jedweden Plans nur noch meiner Intuition gefolgt. Und den Empfehlungen der Menschen, auf die ich traf und die mich zum nächsten Ort schickten. Ich bin der Spur gefolgt, die mir gelegt wurde.“

 

Geheime Rituale

So nahm Kolb — bis dahin den Großteil seines Lebens als Topmanager ausschließlich von Fakten getrieben — plötzlich an geheimen Ritualen und spirituellen Zeremonien mitten im Dschungel Javas teil, wo „Dinge passierten, die du mit deinem Verstand nicht erklären kannst. Jeder Versuch, das in Worte zu fassen, benutzt wieder das Instrument des Verstandes, das sehr stark von der eigenen Perspektive geprägt ist.“ Im Dschungel Balis, mitten in einer dunklen, tiefen Erdhöhle, erlebte Bernd Kolb auch zum ersten Mal die „Erkenntnis der Leere“, wie es ist, die Gedankenfabrik abzuschalten. „Es gibt Meditationshöhlen, die eine ganz besondere Energie haben, die es auch leichter machen, in dieses Nichts zu kommen. In mein Tagebuch schrieb ich immer wieder denselben Satz: "The everything is in the nothing." Dieses Nichts, das ich erleben durfte, war ein Glücksgefühl in einer Dimension, wie ich es noch nie hatte. Es war das Gefühl, als sei alles perfekt.“

 

Durch seine Erfahrung lernen

Aus all diesen Erfahrungen kreierte Kolb sein Buch „Atman“ und die Ausstellungen „Atman“ und „Brahman“. Beide Begriffe stammen aus dem altindischen Sanskrit, die sich am besten mit „Seele“ übersetzen lassen. Seine Erkenntnisse eröffneten ihn eine neue Dimension, die er mit anderen teilen wollte. Denn Kolbs Vita war lange Zeit jene eines typischen gestressten Arbeitstiers: „Ich führte ein Turbo-Leben und hatte alles, was man materiell in diesem Leben haben kann. Aber dieses Gefühl, das ich erleben durfte, hat mich bewegt wie nichts jemals zuvor.“ Der Weg zu sich selbst ist ein Vorgehen, das sich nicht abschließen lässt, aber Bernd Kolb befindet sich auf dem Pfad bereits sehr weit vorne – und er lädt uns ein, daran anzuschließen. Sein Verhältnis zu Wasser ist dabei ein besonders eingängiger erster Schritt für uns. Kolb nannte Wasser eine Inspirationsquelle, und man muss nicht bis nach Asien reisen, um dieses Gefühl sehr gut nachzuvollziehen. Genauso wie das menschliche Wesen fließt Wasser in seiner Stetigkeit, es existieren Turbulenzen und danach wieder Ruhephasen. Ein wirklicher guter Ort, um ebendiese Ruhephase voll und ganz genießen zu können ist der AQUADOME - Tirol Therme Längenfeld. Mit Blick auf die wunderschönen Tiroler Alpen und der spürbaren Verbindung zum Wasser lässt sich der Alltag zur Seite schieben und das Hier und Jetzt in vollen Zügen genießen. Ein guter Weg, um zu sich selbst zu finden.

 

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